Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler mit "LiteraTierisches"

Markus Maria Winkler, Jürgen Wegscheider  

Rosenmauer 9
29525 Uelzen

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Event organiser: Neues Schauspielhaus Uelzen, Rosenmauer 9, 29525 Uelzen, Deutschland

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Ist uns die Eintagsfliege überlegen? Ist das Verhalten des Storches eigentlich akzeptabel? Weshalb zieht ein Löwe die Kerkerhaft im Käfig einem Stadtbummel in Berlin vor? Fragen über Fragen ergeben sich bei der LiteraTierischen-Lesung mit den Schauspielern Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler. Ähnlich wie die Fabulisten des 18. Jahrhunderts nutzten auch literarische Größen wie Busch, die Gebrüder Grimm, Goethe, Tucholsky und Ringelnatz die Beschreibung des Tierischen, um das allzu Menschliche zu spiegeln. Prädikat: feinsinnig und humorvoll!
Satierisch gute Unterhaltung bei „LiteraTierisches“: Ein Abend mit Texten von Tucholsky, Ringelnatz, Busch & Co.
Ein Löwe spaziert durch Berlin, ein Frosch übt sich als Dirigent, ein Bär wandert über den Semmering. Diesen und anderen Tieren haben sich die Münchener Schauspieler Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler gewidmet und sich dabei an Texten von Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz, Manfred Kyber, Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Busch, Christian Morgenstern, Hanns von Gumppenberg bis zu den Gebrüdern Grimm bedient.
Sind Tiere die besseren Menschen? Mit humorvollen Geschichten und Gedichten gehen die Schauspieler der Frage nach, warum Menschen über die Tiere lachen - oder umgekehrt? Zwei Künstler, die das Spektrum des Humors bedienen: das Schmunzeln, das schadenfrohe Grinsen, das verschämte In-den-Spiegel-Schauen und das befreiende Gelächter. Humor, knochentrocken, rabenschwarz und augenzwinkernd hintergründig. Eine Verbindung, die literarisches Vergnügen mit Niveau garantiert. Extra Farbe bringen sie durch Ihre Dialekte in die ohnehin schon amüsanten Texte: Der eine spricht ostfriesisches Platt, der andere schönstes Wienerisch - nicht immer, aber wenn’s gerade passt.
Wegscheider und Winkler stöbern herum und präsentieren Ausgewähltes aus dem „Tierischen Schaffen“ ausgewählter Literaten. Diese Geschichten leben von der Jahrtausende alten Praxis, die verschiedenen physiognomischen Merkmale des Menschen sowie seinen Charakter und sein Verhalten mithilfe von Vergleichen aus dem Tierreich zu beschreiben. So entstand eine regelrechte Tiertypologie, die bis in die Alltagssprache vordrang: bienenfleißig, nachäffen, dreckiges Schwein. Wie diese Beispiele zeigen, schließen sich Erkenntnis gewinnende und satirische Absichten nicht aus.
„LiteraTierisches“ wird humorvoll und auch besinnlich an das Publikum weitergegeben: Gedichte, Fabeln, Erzählungen und Lieder über die Welt der Tiere sorgen nicht nur für Schmunzeln und Szenenapplaus, sondern stimmen eben auch nachdenklich. „Bitte piano!“ und „ganz amoroso“ fordert der Dirigent des Philharmonischen Froschchores in der etwas skurrilen Fabel „Die fünfte, so genannte feuchte Sinfonie“ von Manfred Kyber. Dann wieder Altbekanntes wie die „Bremer Stadtmusikanten“ oder „Der Ball der Tiere“. Schön auch, wie realitätsnah die Tierstimmen nachgeahmt werden. Mit viel Mimik und pointiertem Ausdruck würzen die beiden Kabarettisten ihre Darbietung und wollen dabei ihre Bühnenherkunft nicht verleugnen. Ihre professionelle Ausbildung kommt den Künstlern besonders bei den bekannteren Texten (wie denen von Wilhelm Busch) zugute, denen sie neue Akzente geben. Das sind zwei Stunden tierisch guter Unterhaltung!

Location

Neues Schauspielhaus Uelzen
Rosenmauer 9
29525 Uelzen
Germany
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Das Schauspielhaus in Uelzen ist ein Garant für beste Kleinkunstunterhaltung. In dem historischen Gebäude an der Rosenmauer finden regelmäßig Konzerte, Theateraufführungen und Kabarett statt.

Die Gründung der Spielstätte hat Uelzen Reinhardt Schamuhn zu verdanken, der sich als Aktionskünstler und Galerist einen Namen machte. Er suchte sich in den 1970ern die niedersächsische Stadt als Lebensmittelpunkt aus und mietete das Fachwerkhaus an der Rosenmauer. Mit der Unterstützung von Freunden und Gönnern eröffnete er hier 1988 ein Museum, zehn Jahre und umfangreiche Renovierungen später dann das Theater mit kleinem Foyer. Als der Gründer 2013 starb, übernahm sein Verein die Leitung des Hauses und hat sie bis heute inne. Das gemütliche Theater bietet 99 Sitzplätze und wird von einem stetig wachsenden Stammpublikum eifrig besucht. Nicht zuletzt das ist es, was das besondere Ambiente des Neuen Schauspielhauses Uelzen ausmacht.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie das Schauspielhaus über den Bahnhof Uelzen, der nur zehn Gehminuten entfernt liegt und von Zügen des Nah- und Fernverkehrs bedient wird. Die nächstgelegene Haltestelle für Buslinien ist „Uelzen Stadtgarten“. Mit dem Auto gelangen Sie über die B71 und die Ringstraße zum Veranstaltungsort. Parkplätze finden sich in den Parkhäusern der Innenstadt oder an der Hoefftstraße.